Glasfaser vs. DSL vs. Kabel – Was bringt 2026 wirklich Geschwindigkeit?
Vier Anschlussarten konkurrieren in Deutschland: echte Glasfaser (FTTH), Kabel-Internet, VDSL/Super-Vectoring und 5G-Mobilfunk. Welche liefert wirklich, was auf dem Papier steht – und welche du 2026 noch buchen solltest.
Die Kurzfassung
| Technik | Tarif | Realer Median | Ping | Symmetrisch? |
|---|---|---|---|---|
| FTTH (Glasfaser bis ins Haus) | 1 Gbps | 900–960 Mbps | 3–6 ms | Ja |
| Kabel (DOCSIS 3.1) | 1 Gbps | 650–850 Mbps | 15–30 ms | Nein (50 Mbps up) |
| VDSL Super-Vectoring | 250 Mbps | 180–220 Mbps | 10–20 ms | Nein (40 Mbps up) |
| 5G (Festnetzersatz) | 500 Mbps | 80–400 Mbps stark schwankend | 20–50 ms | Nein |
1. FTTH – echte Glasfaser bis in die Wohnung
Bei FTTH (Fiber to the Home) geht das Glasfaserkabel bis in die Wohnung. Keine Kupferleitung, keine Dämpfung. 1 Gbps symmetrisch sind realistisch, Latenz unter 5 ms. Anbieter: Deutsche Glasfaser, Deutsche Telekom (echtes FTTH-Produkt), Vodafone GigaZuhause Fiber, Tele Columbus PŸUR, lokale Stadtwerke.
Vorsicht: "Glasfaser" steht oft auch auf Tarifen, bei denen die letzten 50–300 m noch Kupfer sind (FTTC, FTTB). Das ist kein echtes Glasfaser. Frage explizit nach FTTH/FTTU.
2. Kabel-Internet (DOCSIS 3.1)
Vodafone Kabel, Tele Columbus, NetCologne. Bis 1 Gbps Download – aber: nur 50 Mbps Upload, Latenz höher und in Stoßzeiten (19–23 Uhr) teilt sich das Segment auf alle Nachbarn auf. Wenn die Straße voll besetzt ist, brechen 1000 Mbps regelmäßig auf 200 ein.
Für Streaming und Browsing top, für Video-Calls, Cloud-Backup und Home Office spürbar schlechter als Glasfaser.
3. VDSL / Super-Vectoring
Telekom MagentaZuhause, 1&1, Vodafone Red Internet. Bis 250 Mbps theoretisch. Realer Wert hängt brutal von der Entfernung zum Verteiler ab: Direkt am DSLAM gehen 230 Mbps, 800 m entfernt nur noch 100 Mbps. Vor dem Vertrag Verfügbarkeits-Check bei mehreren Anbietern machen.
4. 5G als Festnetzersatz
Vodafone GigaCube, Telekom HomeNet, O2 HomeSpot. Praktisch in Regionen ohne Glasfaser/DSL, aber: Datenvolumen oft begrenzt, Latenz schwankt, und in Großstädten ist 5G zu Stoßzeiten überlastet. Nur als Übergangslösung empfehlenswert.
Lohnt sich der Umstieg auf Glasfaser?
Für die meisten Haushalte: Ja, sobald verfügbar. Vier konkrete Gründe:
- Symmetrischer Upload – wichtig für Cloud, Videocalls, Streamer
- Niedrige Latenz – spürbar bei Gaming und Konferenzen
- Stabilität – kein Tageszeit-Einbruch wie bei Kabel
- Zukunftssicher – 10 Gbps technisch ohne Hardware-Wechsel möglich
Häufige Fragen
Reichen 50 Mbps für eine 4er-Familie?
Warum hat Kabel so wenig Upload?
Glasfaser-Vertrag, aber langsame Werte – was tun?
Miss jetzt, was dein Anschluss wirklich liefert.
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